Gemeinsamer Unterricht

„Im Zentrum des Gemeinsamen Unterrichts steht die Doppelseitigkeit von Vielfalt und Gemeinsamkeit. Dies ist keine automatische Abfolge des bloßen Zusammenfügens von behinderten und nichtbehinderten Kindern, sondern eine pädagogische Aufgabe und ein Prozess.“ (Preuss-Lausitz 1995, 219)

In diesem Prozess spielt der Aspekt des „Sozialen Lernens“ für alle daran Beteiligten eine grundlegende Rolle. Der „Schwächere“ ermöglicht dem „Stärkeren“, als Helfer und Spezialist sein Wissen sowie seine Fertigkeiten anzubringen bzw. zu vertiefen und seine Empathiefähigkeit zu erweitern. Der eine Schüler profitiert von den Fähigkeiten und Fertigkeiten des anderen und lernt gleichzeitig, auf seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen und Hilfen zu organisieren. Der Gemeinsame Unterricht kann ein ausgezeichnetes Lernfeld sein, um sich selbst und andere Menschen in ihrer Andersartigkeit kennen und akzeptieren zu lernen.

1. Unterricht

Der Unterrichtsalltag in einer GU-Klasse ist in besonderer Weise charakterisiert durch vielfältige Möglichkeiten des sozialen Lernens. Gemeinsames Leben und Lernen in einer heterogenen Lerngruppe stellen gleichermaßen eine große Chance wie eine Herausforderung für alle Beteiligten dar. Partner- und Gruppenarbeit sind wichtige Sozialformen  der Grundschule, die  in einer GU-Klasse besonders intensiv zu begleiten sind, um Lernpartnern mit sehr unterschiedlichen Lernvorraussetzungen zu gegenseitigem Nutzen zu verhelfen. Die Unterrichtsgestaltung und –organisation sind daher durch  besondere Prinzipien bzw. Faktoren sowie vielfältige Differenzierungsmaßnahmen gekennzeichnet.

1.1 Differenzierungsmaßnahmen

Die inneren Differenzierungsmaßnahmen nehmen vor dem Hintergrund einer möglichst weit reichenden Integration in die soziale Gruppe eine zentrale Funktion ein. Der tägliche Umgang mit den Kindern sowie die langjährige Erfahrung im Gemeinsamen Unterricht zeigt darüber hinaus aber auch die Bedeutung äußerer Differenzierungsmaßnahmen, um den vielfältigen Förderbedürfnissen der Schüler gerecht zu werden.

Innere Differenzierung

Für den Gemeinsamen Unterricht bieten sich offene Unterrichtsformen in besonderer Weise an, um den individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder zu entsprechen. Bei der Freiarbeit, dem Lernen an Stationen und anderen freien Unterrichtsformen kommt dabei der Vorbereitung und Vorauswahl des Lernmaterials und Lerninhaltes eine noch größere Bedeutung zu als bei der Differenzierung in einer vergleichsweise leistungshomogenen Grundschul-Regelklasse. Leistungsunterschiede der GU-Schüler lassen sich darüber hinaus sehr gut in der Tages- und Wochenplanarbeit berücksichtigen. Das Methodentraining und das Erlernen grundlegender Arbeitstechniken ist für die Schüler sowie für die Lehrkräfte von besonderer Bedeutung, weil es die Schüler befähigen soll, auch in solchen Phasen möglichst selbstständig zu arbeiten, in denen die GU-Klasse nicht doppelt besetzt ist, und die Grundschullehrerin alleine in der Klasse unterrichtet.

Äußere Differenzierung

Neben Maßnahmen der inneren Differenzierung benötigen  Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf zeitweise auch andere unterrichtliche Rahmenbedingungen.

Der Einzel- oder Kleingruppenunterricht setzt eine Doppelbesetzung von Grundschul- und Sonderpädagogen voraus. Erfahrungsgemäß wird vorrangig in den Fächern Mathematik und Deutsch von dieser Art der äußeren Differenzierung Gebrauch gemacht, und zwar immer dann, wenn das Lernniveau zu hoch, der Lerninhalt unangemessen, das Lerntempo zu schnell oder die Lernatmosphäre zeitweise zu ablenkend für den oder die jeweiligen Schüler erscheint. Beim Schreiben von Klassenarbeiten erweist es sich darüber hinaus immer wieder als hilfreich oder erforderlich, dem einen oder anderen Schüler mehr Ruhe und Zeit für die Bearbeitung seiner Aufgaben zu gewähren, wie es der Nachteilsausgleich für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf in Abhängigkeit vom Behinderungsgrad vorsieht.

Weniger als äußere Differenzierungs- und eher als Fördermaßnahmen sind zeitweise erforderliche Auszeiten vom Unterricht oder zusätzliche Ruhephasen für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu betrachten.

1.2 Richtlinienbezug und Förderschwerpunkte

Im Gemeinsamen Unterricht der Grundschule werden neben den Richtlinien der Primarstufe die Richtlinien der den Förderschwerpunkten zugeordneten Förderschulen zugrunde gelegt.

Förderschwerpunkte:

    § 5.1 LE, Lernen
    § 5.2 SQ, Sprache
    § 5.3 ES, Emotionale und soziale Entwicklung
    § 6 GG, Geistige Entwicklung
    § 7 KM, Körperliche und motorische Entwicklung
    § 8.1 HK GH, Hören und Kommunikation, Gehörlos
    § 8.2 HK SG, Hören und Kommunikation, Schwerhörig
    § 9.1 SE BL, Sehen, Blindheit
    § 9.2 SE SH, Sehen, Sehbehinderung

Im GU der Katholischen Grundschule Böhmer Straße wurden bisher Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung sowie schwerhörige Kinder mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation gefördert. Die zunehmende Zahl von Kindern mit Beeinträchtigungen im Bereich der Emotionalen und sozialen Entwicklung ist in den letzten Jahren auffällig und beeinflusst daher unter anderem auch die Fortbildungsplanung des Kollegiums.

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden je nach den oben genannten Förderschwerpunkten zielgleich oder zieldifferent gefördert. Befinden sich Kinder mit den Förderschwerpunkten „Lernen“ oder „Geistige Entwicklung“ in einer Integrationsklasse, so handelt es sich um zieldifferente Förderung, weil sich die Ziele der Grundschule von den Zielen der den Förderschwerpunkten entsprechenden Förderschulen deutlich unterscheiden. Bei allen anderen Förderschwerpunkten können  trotz des sonderpädagogischen Förderbedarfs prinzipiell die fächerspezifischen Ziele der Grundschule zugrunde gelegt werden (zielgleiche Integration). Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass ein Schüler in manchen Lernbereichen zieldifferent und in anderen durchaus zielgleich gefördert werden kann. Die dadurch entstehende Flexibilität ist eine Besonderheit des Gemeinsamen Unterrichts, da die Förderschüler die Möglichkeit erhalten individuell und phasenweise über die vorgeschriebenen Ziele hinaus zu blicken.

Die Grenzen des Gemeinsamen Unterrichts liegen in den individuellen Förderbedürfnissen des einzelnen Kindes begründet. Inwieweit der Förderort Gemeinsamer Unterricht bzw. Förderschule angemessen erscheint, hängt sowohl von der persönlichen und emotionalen Befindlichkeit des Schülers als auch vom Umfang des sonderpädagogischen Förderbedarfs ab.

1.3 Sonderpädagogischer Förderbedarf und förderdiagnostischer Prozess

Der sonderpädagogische Förderbedarf sowie der angemessene Förderort wird in der Regel vor der Einschulung im Rahmen eines AO-SF-Verfahrens festgestellt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich ein sonderpädagogischer Förderbedarf erst im Verlauf der Grundschulzeit herausstellt, so dass dann ein AO-SF-Verfahren durch die in der Klasse tätigen Lehrkräfte in Absprache mit den Eltern beantragt wird. Im Rahmen des förderdiagnostischen Prozesses werden von den zuständigen Sonderpädagogen regelmäßig Förderpläne für die Integrationsschüler erstellt und jährliche Überprüfungen des sonderpädagogischen Förderbedarfs vorgenommen.

2. Organisation und Kooperation

Eine Realisierung und Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts sowohl direkt im Unterricht als auch im Schulleben im Allgemeinen ist nur dann gewährleistet, wenn entsprechende Rahmenbedingungen erfüllt sind. Damit sind die Organisationsformen des Unterrichts selber, als auch die enge Zusammenarbeit und Organisation zwischen Schule, Eltern, außerschulischen Einrichtungen, Ämtern, Ärzten und Therapeuten, etc. gemeint.

2.1 Teamteaching

Im Idealfall wird eine Integrationsklasse von einem Grundschullehrer und einem Sonderpädagogen gemeinsam geführt. Hierbei übernimmt der Sonderpädagoge in Absprache mit dem Grundschullehrer die erforderlichen Differenzierungsmaßnahmen für die Integrationsschüler, sowie die unterrichtliche Förderung gemäß der jeweiligen Erziehungs- und Bildungsziele. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Lehrkräften ist dabei nicht starr, sondern vielmehr flexibel und ergänzend anzusehen. Dies gilt vor allem unter Berücksichtigung der langjährigen GU-Erfahrung, nach der eine durchgängige Doppelbesetzung einer Integrationsklasse nicht immer gewährleistet werden kann. In der Regel sind die Sonderpädagogen mit der Hälfte der vorgeschriebenen Stundenzahl in einer Klasse eingesetzt, unterrichten je nach Bedarf aber auch in 2 Integrationsklassen.

2.2. Aufgaben und Einsatz der IntegrationshelferInnen

Für die Helfer zur unmittelbaren Unterstützung von Schülern im schulischen Bereich werden regional unterschiedliche Begriffe wie Integrationshelfer, Schulassistenz, Integrationsassistenz, Schulbegleitung, .. synonym verwendet. Zur Vereinfachung des weiteren Textes und weil an der KGS Böhmer Straße überwiegend weibliche Helfer arbeiten, verwenden wir im Weiteren den Begriff Integrationshelferin.

Eine Integrationshelferin ist eine langfristig eingesetzte Eingliederungshilfe, die unabhängig von der Schulform die Teilhabe des Betreuten an der (Lern-) Gemeinschaft sicher stellt. Sie unterstützt Förder- und Regelschüler, die im Klassenverband einer allgemeinen Schule unterrichtet werden und gezielte, unmittelbare, individuelle Betreuung und Unterstützung benötigen, um schulische Fortschritte zu erzielen und / oder um sich in den Klassenverband und das Schulleben zu integrieren. Sie kann auch im Rahmen eines Nachteilausgleichs beschäftigt werden.

Die Integrationshelferinnen begleiten die zu fördernden Schüler während des gesamten Schulalltags. Sie betreuen, unterstützen und fördern die Schüler. Außerdem begleiten sie die Schüler bei Ausflügen, Klassenfahrten und Schulveranstaltungen.

Die Hilfe umfasst heilpädagogische sowie sonstige individuell angepasste Maßnahmen. Integrationshelferinnen stehen den Betroffenen bei lebenspraktischen Verrichtungen zur Seite, erledigen die anfallenden Pflegetätigkeiten während der Schulzeit und unterstützen allgemein bei der Orientierung im Schulalltag. Auch der Schulweg ist unter Umständen von dieser Begleitung umfasst. Die konkreten Aufgaben der Integrationshelferin bestimmen sich nach den persönlichen Erfordernissen des jeweiligen Schülers.

Wesentliche Aufgabenbereiche bei körperbehinderten Kindern sind unter anderem einfache Handreichungen während des Unterrichts und individuelle Unterstützungsmaßnahmen wie beispielsweise den Rollstuhl schieben oder beim Essen und Trinken sowie bei dem Besuch der Toilette helfen. Viele Integrationshelferinnen fungieren aber auch als Kommunikationshelfer. Insbesondere bei Kindern mit Autismus können autistische Verhaltensweisen in den Schulalltag integriert und die Teilnahme am Unterricht überhaupt erst ermöglicht werden.

Durch den Einsatz der Integrationshelferin soll die Selbstständigkeit des Kindes ohne Assistenz angebahnt bzw. gefördert werden. Dabei übernimmt die Integrationshelferin sowohl die Pflegehilfe als auch Hilfestellung im Unterricht. Sie unterstützt den Schüler durch strukturelle Hilfen bei der Umsetzung von Arbeitsaufträgen, bietet aber u. U. auch Unterstützung im sozialen und emotionalen Bereich.

Dies gilt in besonderem Maße für Kinder mit Körperbehinderung, geistiger Behinderung oder psychischer Störung. An der KGS Böhmer Straße werden auf diese Weise besonders Schüler mit herausforderndem Verhalten, mit besonderen Kommunikationsbedürfnissen, mit Bedarf an pflegerischen Hilfen und Schüler, die sich selbst oder andere gefährden von Integrationshelferinnen unterstützt.

Die Arbeit der Integrationshelferinnen ermöglicht somit den Schulbesuch der Schüler an einer Regelschule und dient in diesem Sinne der schulischen Inklusion und Förderung der zu Betreuenden.

Der Beschluss, einen Integrationshelfer für einen Schüler zu beantragen, erfolgt meist auf Antrag des zuständigen Lehrpersonals, in Rücksprache mit den Eltern und gegebenenfalls mit Fachärzten.

Antragsteller sind in der Regel die Erziehungsberechtigten (z. T. mit Hilfe der Schule und des Trägers).

In Einzelfällen stellt die Schule in Absprache mit den Erziehungsberechtigten einen Antrag.

Der Kostenträger fordert in der Regel eine pädagogische Stellungnahme der Schule und ein Gutachten des schulärztlichen Dienstes.

Der Klassenlehrer konkretisiert in seiner Stellungnahme den Hilfebedarf des Schülers und beschreibt detailliert die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen durch die Integrationshelferin.

Liegen bereits fachärztliche Gutachten vor, können diese den Entscheidungsprozess unterstützen.

Organisiert und verwaltet werden Tätigkeiten der Integrationshelferinnen an der KGS Böhmer Straße meist über den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. Duisburg.

In einem Einführungsgespräch mit dem Klassenlehrer werden die Integrationshelferinnen über die Besonderheiten der Klasse informiert, damit sie angemessen sowohl mit dem zu betreuenden Schüler als auch deren Mitschülern umzugehen lernen.

Nach 3 – 4 Wochen Arbeit an der Schule finden Gespräche zwischen Klassenteam, Integrationshelferin, einem Vertreter des Trägers und den Eltern statt. Ziel dieser Gespräche ist die Reflexion der Zusammenarbeit.

Ausgehend vom individuellen Förderplan tragen die Lehrpersonen die Gesamtverantwortung für das schulische Lernen der Schüler. Die Integrationshelferinnen leisten in diesem Gesamtzusammenhang Teilaufgaben.

Die Aufgaben der Integrationshelferin werden regelmäßig auf der Basis der aktuellen Förderbedürfnisse der Schüler spezifiziert und aktualisiert.

In Gesprächen findet ein Austausch zwischen Lehrern und Integrationshelferinnen statt. Es wird z. B. besprochen, wie die Integrationshelferin den Schüler darin unterstützen kann, die klassenbezogenen Angebote des Lehrers anzunehmen und zu verarbeiten. Zudem werden entsprechend der individuellen Förderbedürfnisse unter Umständen konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Teilnahme an schulischen Aktivitäten, zur Aneignung der Lerninhalte, zur Erweiterung von Sozialkompetenz, zu lebenspraktischen Verrichtungen, zur Strukturierung des Schulalltags oder zur Begleitung in Krisensituationen abgesprochen.

Bei den Bemühungen um eine inklusive Schule sind die Integrationshelferinnen der KGS Böhmer Straße unglaublich wertvoll und nicht mehr wegzudenken.

Seit ca. 10 Jahren begleiten sie kontinuierlich Kinder liebevoll und verantwortungsbewusst durch den Schulalltag. Über die Jahre ist eine vertrauensvolle und gewinnbringende Zusammenarbeit in den Teams entstanden.

2.3 Elternarbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Dem Bereich der Elternarbeit wird im Gemeinsamen Unterricht ein besonders hoher Stellenwert beigemessen. Er gilt als wichtiger Stützpfeiler erfolgreicher pädagogischer Arbeit. Hierzu werden regelmäßige Treffen mit den Eltern anberaumt, um sich über die jeweiligen Entwicklungsschritte des Kindes auszutauschen und weitere Schritte zu besprechen. Ebenso bieten Elterngespräche die Möglichkeit, mehr über die außerschulischen Aktivitäten des Kindes zu erfahren und Interessen somit mehr in den Unterricht einbauen zu können. Während der Gespräche können die gemeinsamen und eventuell unterschiedlichen Erwartungen von Schule und Elternhaus herausgearbeitet und besprochen werden. Ergänzend zur Elternarbeit kommt der Zusammenarbeit mit außerschulischen-therapeutischen Einrichtungen eine wichtige Funktion zu. Ein regelmäßiger Austausch über diagnostische Ergebnisse, therapeutische Maßnahmen, schulische Entwicklung und angestrebte Ziele stellt in der Arbeit des Gemeinsamen Unterrichts einen entscheidenden Faktor dar. Als eine Art Bindeglied zwischen schulischer und außerschulischer Arbeit ist der Einsatz von Integrationskräften anzusehen. Für manche Kinder ist außer der sonderpädagogischen Förderung im Unterricht auch die Betreuung und Unterstützung durch einen Integrationshelfer wichtig. Neben  der Begleitung im Unterricht übernehmen Integrationshelfer wichtige Betreuungsaufgaben bei Unterrichtsgängen und Pausensituationen etc. . Hier erfolgt ein regelmäßiger Austausch zwischen Schule, Integrationshelfern und der zuständigen Institution.

Die Kooperation mit dem Schulamt und in besonderen Fällen auch mit dem Jugendamt ist ebenso ein Bestandteil der Arbeit im Gemeinsamen Unterricht. Da für manche Kinder der Schulweg nicht allein zu bewältigen ist, kann in diesen Fällen durch das Schulamt ein Schülerspezial-Transport genehmigt werden. Hier gilt es, die Stundenpläne und Unterrichtszeiten der verschiedenen Schüler mit dem Schulamt, den Eltern und der Schule abzusprechen und zu koordinieren.

3. Evaluation

Im Rahmen des förderdiagnostischen Prozesses sind individuelle Förderpläne für Integrationskinder sowie die jährlichen Überprüfungen des sonderpädagogischen Förderbedarfs von zentraler Bedeutung. Letztere dienen der Bestandsaufnahme, inwieweit weiterhin sonderpädagogischer Förderbedarf besteht und der Förderort angemessen erscheint.

Für die Unterrichtsgestaltung und –organisation treffen sich die GU-Teamlehrer zu regelmäßigen Planungsstunden. Die Teamsitzungen dienen darüber hinaus dem Austausch über den förderdiagnostischen Prozess und der kollegialen Beratung.

Die fruchtbare Kommunikation zwischen Grundschullehrern und Sonderpädagogen ist dabei natürlich nicht auf die jeweiligen GU-Teams beschränkt, sondern bereichert die Arbeit des kompletten Lehrerkollegiums unserer Schule.

Regelmäßige GU-Arbeitstreffen bieten darüber hinaus allen in Duisburg tätigen GU-Lehrkräften die Möglichkeit des Austauschs und der Fortbildung.

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